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Wie eine Seifenkiste den Teamgeist fördert

Mit einem simulierten Formel 1 Rennwochenende werden Firmenmitarbeitende zu starken Teams geformt. Willy Kaufmann, der Begründer des Programms, hat dafür eigenhändig eine Seifenkiste zusammengebaut.

Das Seminar wird in drei Phasen aufgeteilt, in denen auf einer vorgegebenen Strecke verschiedene Aufgaben erfüllt werden müssen. Zuerst steht ein Testlauf auf dem Programm, das sogenannte Freitagstraining, indem der Boxenstopp geübt wird. «Vor allem das Tanken und der Radwechsel bereiten den Teilnehmern Mühe», verrät Kaufmann schmunzelnd. Der Tank besteht aus einem alten Metallkanister, der mit Wasser aufgefüllt werden muss. Die Räder müssen mit einem Schraubenschlüssel gelöst und wieder festgeschraubt werden. Danach folgt das Qualifying, indem die Startplätze für das Rennen ausgemacht werden, bevor es schliesslich am Wettkampftag Ernst gilt. «Die zentralen Aspekte, um als Team erfolgreich zu sein, sei die Kommunikation untereinander und das Aufteilen der Arbeiten. Gerade beim zweiten Punkt müssen auf die Stärken der jeweiligen Teammitglieder Rücksicht genommen werden», meint Kaufmann überzeugt.

Der aktuelle Off-Ice-Coach des EHC Biel, welcher sich seit 34 Jahren dem Eishockey verschreibt, sagt: «Was mir besonders liegt, ist Leute zu motivieren». Um die Werte des Sports in die Wirtschaft zu übertragen, hat Kaufmann die Firma eventplus GmbH gegründet und bereits namhafte Firmen aus der Lebensmittel- und der Versicherungsbranche betreut. Auf die Frage warum gerade die Formel 1 Vorbild für den Workshop ist, meint Kaufmann: «Der Pilot repräsentiert den CEO, der an der Spitze des Unternehmens steht. Im Hintergrund gibt es aber viele andere wertvolle Teammitglieder, die zwar nicht im Scheinwerferlicht stehen aber für den Erfolg eines Unternehmens nicht minder wichtig sind».

Bildquellen: Keystone / Willy Kaufmann
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