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Chancengleichheit im Handicaplauf

Gemischte Altersgruppen sind gerade vom sozialen Aspekt her sehr bereichernd. Im Wettkampf kön-nen aber zu grosse Unterschiede hinderlich sein. Der «Handicaplauf» sorgt für gerechtere Rahmen-bedingungen.

Von Jung bis Alt rennen die Mitglieder der Laufgruppe Willigen über weite Bergwiesen und durch dichte Wälder. Rahel von Bergen, die Gründerin und Leiterin der Laufgruppe Willigen, gibt ehrenamtliche Trainings jeweils von montags bis freitags. Dabei lernen vor allem die kleinsten Athleten, die «Piccolos», den respektvollen Umgang mit der Natur und das Miteinander.

Gestartet im Jahr 2013 mit acht Kindern, sind es mittlerweile 50 Personen, welche die Begeisterung für das Laufen teilen. «Mit mehr Teilnehmenden steigt auch die Verantwortung. Deshalb ist es mir ein grosses Anliegen, sie sowohl für den respektvollen Umgang Untereinander wie auch für die Umwelt zu sensibilisieren», sagt von Bergen.

Im alljährlichen Lager in der «Alpenlodge» wurde in der jüngsten Ausgabe ein sogenannter Handicaplauf durchgeführt. Die Kinder liefen, auf der ihnen bekannten Strecke, die Seilialp hinauf. Die Leiterin von Bergen stoppte die Zeit. In einem zweiten Durchgang starteten die Kinder in umgekehrter Reihenfolge und zeitversetzt. Das heisst, die langsameren Läufer sind zuerst mit einem gewissen Zeitvorsprung gestartet. Dies mit dem Ziel, den zum Teil grossen Altersunterschied so etwas auszugleichen und so einen gleichberechtigten Wettkampf zu gestalten.

Nach dem anstrengenden Rennen gab es frische Kuhmilch von der Alp, um den Durst zu löschen. Auch der selbstgemachte Minzentee aus dem eigenen Garten ist sehr beliebt. So zeigt Rahel von Bergen ihren „Piccolos“, dass die Umwelt mehr als nur eine wunderschöne Laufkulisse ist.

Eine coole Sache, findet «Spirit of Sport». Der fünfte Punkt der Ethik-Charta, «Erziehung zu Fairness und Umweltverantwortung», wird von der Laufgruppe Willigen aktiv gelebt.

Bildquellen: Keystone / Rahel von Bergen
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