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Eltern – der Beginn der Karriere im Sport

Viel lachen, viel lernen und einiges leisten. Dies kann ein Grundprinzip bei den sportlichen Anfängen von Kindern sein. Dabei sind Eltern in der Nachwuchsförderung eine wichtige, wenn nicht sogar die wichtigste Stütze.

Die Bereitschaft der Eltern die Kinder im Sport unterstützend zu begleiten, ist eine gute Voraussetzung für spätere Medaillen und Siege an sportlichen Wettkämpfen, ist aber auch eine grosse Herausforderung. Im Zentrum stehen allerdings nicht die Siege, sondern die optimale Entwicklung der jungen Athletinnen und Athleten.

Swiss Olympic setzt mit dem vierten Punkt der Ethik-Charta ein Ziel für eine erfolgreiche Sportentwicklung: «Respektvolle Förderung statt Überforderung». Dabei sollen für die Erreichung der sportlichen Ziele weder die physische noch die psychische Integrität der Sportlerinnen und Sportler verletzt werden. Denn eine zu hohe Leistungserwartung bei der Unterstützung kann sich auf das Kind belastend auswirken. Je höher der Trainingsaufwand ist, desto grösser kann dieser Druck ausfallen.

Eltern sehen sich oftmals als Trainer, Managerin, Physiotherapeutin oder Fan. In erster Linie aber sind sie Eltern. Je nach Situation müssen sie ihr Kind trösten, motivieren, aufbauen, auf den Boden holen, etc. Bei dieser herausfordernden Aufgabe fährt man oft mit dem Grundsatz richtig: «Erlebnis vor Ergebnis» - denn die Freude am Sport ist die beste Voraussetzung für erfolgreiches und lebenslanges, gesundes Sporttreiben. Die Eltern von Luca und Jan aus Burgdorf setzen diesbezüglich ein Zeichen: «Wir versuchen die besten Voraussetzungen zu schaffen. Man sollte die Kinder bei ihrem Niveau abholen und unterstützen und dann machen lassen. Wichtig ist, dass Sie Freude am Sport haben, egal wo es hinführt. Wir wollen nichts aus den Kindern zwängen, was nicht da ist» so die Mutter. Die Eltern versuchen stets, dass mindestens ein Elternteil an jedem Spiel der Kinder anwesend ist um sie auch als Fans zu unterstützen.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Ethik-Charta ist die «Stärkung der Selbst- und Mitverantwortung», welcher vor allem auf das Involvieren der Kinder in Entscheidungsprozesse zielt.  Auch hier ist Familie Aeschlimann vorbildlich: «vor jeder Saison, legen wir Wert auf eine unvoreingenommene Meinung der Kinder und fragen nach, ob sie wirklich eine weitere Saison machen wollen. Dabei machen wir ihnen klar, dass wir etwas Disziplin verlangen. Wenn eine Saison gestartet wird, sollte diese auch beendet werden, denn wir bewegen uns in einem Teamsport und die gesamte Ausrüstung ist auch nicht gratis».

Die elterliche Unterstützung ist ein wichtiger Pfeiler für die sportliche Entwicklung. Vielen Dank, liebe Eltern, für euer Engagement!

Bildquellen: Maybaum/Swiss Olympic
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